357 – Schnick & Schnack: Zwischen Messe und Lebkuchen

Schnick & Schnack
Schnick & Schnack

Während die einen im September von einer Veranstaltung zur nächsten reisen, kämpfen die anderen bereits mit den Vorbereitungen für das Weihnachtsgeschäft. In unserer neuen Schnick&Schnack-Folge blicken wir auf einen Monat zurück, der unterschiedlicher kaum hätte ausfallen können. Von der IAA Transportation über das Oktoberfest und spannende Branchentreffen bis hin zu niedrigen Rheinpegeln, schwankenden Energiepreisen und der Frage, wie man unter diesen Bedingungen überhaupt noch vernünftig planen soll. Und ganz nebenbei stellen wir fest, dass Weihnachten offenbar längst begonnen hat, obwohl draußen teilweise noch T-Shirt-Wetter herrscht.

  • Erfahrungsberichte von der IAA Transportation, Trimble Insights Europe, io-Thementag
  • Wie Rheinpegel, Energiepreise und geopolitische Unsicherheiten die Planung des Jahresendgeschäfts erschweren
  • Zusammenarbeit und gegenseitiges Verständnis werden bei Preisverhandlungen immer wichtiger

Natürlich bleibt es nicht ausschließlich bei der Logistik. Wir sprechen über Oktoberfestbesuche, selbstgemachte Bienenwachskerzen, den Reiz der Jahreszeiten und darüber, warum man Weihnachtsgeschenke am besten schon im August besorgt.

Außerdem geht es um sportliche Herausforderungen, die Vorfreude auf den Herbst und die kleinen Eigenheiten, die diese Jahreszeit mit sich bringt.

Eine Folge zwischen beruflichem Alltag, persönlichen Erlebnissen und der Erkenntnis, dass sich zwar längst nicht mehr alles zuverlässig planen lässt, man aber trotzdem das Beste daraus machen kann

Zwischen LKW-Messe und Lebkuchen: Unser September im Rückspiegel

Manchmal gibt es Monate, in denen man gefühlt alles erlebt. Und manchmal besteht der Monat hauptsächlich daraus, die Dinge am Laufen zu halten. In unserer neuen Schnick-&-Schnack-Folge vom Logistikpodcast treffen genau diese beiden Welten aufeinander.

Während Andreas im September von einer Veranstaltung zur nächsten unterwegs war, drehte sich bei Tobias vieles um den operativen Logistikalltag und die Vorbereitungen für das Jahresendgeschäft. Dazu kommen Gedanken über geopolitische Unsicherheiten, Weihnachtsgeschenke im Spätsommer und die Frage, warum man sich freiwillig für einen HYROX-Wettkampf anmeldet.

IAA Transportation: Die Zukunft des LKW wird elektrisch

Andreas startete seinen September mit einem Besuch der IAA Transportation in Hannover. Für ihn war es der erste Besuch dieser Nutzfahrzeugmesse, die einen umfassenden Einblick in die Entwicklung der Transportbranche bietet.

Besonders auffällig war die Präsenz elektrischer Nutzfahrzeuge. Die großen europäischen Hersteller wie Mercedes-Benz, MAN und Volvo präsentierten ihre E-LKW prominent. Gleichzeitig zeigten asiatische Hersteller, insbesondere BYD, mit großen Messeständen, wie ernst sie den europäischen Markt nehmen.

Dabei waren interessante Unterschiede zu erkennen: Während etablierte europäische Hersteller ihre Tradition und jahrzehntelange Erfahrung betonten, rückten asiatische Wettbewerber häufig neue Technologien und komplette Lösungen einschließlich Ladeinfrastruktur in den Mittelpunkt.

Auch der Tesla Semi durfte nicht fehlen. Andreas konnte sich das Fahrzeug erstmals aus der Nähe anschauen, wobei es in der Realität offenbar etwas weniger imposant wirkte als auf den bekannten Bildern.

Abseits der Zugmaschinen gab es zahlreiche Spezialfahrzeuge, Auflieger und technische Lösungen zu entdecken. Vom mobilen Werkstattfahrzeug bis zum Schwerlastauflieger zeigte die Messe, wie vielfältig die Nutzfahrzeugbranche tatsächlich ist.

Oktoberfest und Logistik-Speed-Dating in Brüssel

Nach Hannover ging es für Andreas auf das Oktoberfest. Ein Tisch im Schützenzelt zum Anstich sorgte für einen etwas anderen Programmpunkt zwischen den beruflichen Veranstaltungen.

Wer sich für die logistischen Hintergründe des Oktoberfests interessiert, findet dazu übrigens bereits eine eigene Folge im Logistikpodcast, in der wir mit Paulaner und io über die besonderen Herausforderungen der Getränkelogistik gesprochen haben.

Kurz darauf stand Brüssel auf dem Reiseplan. Bei der Trimble Insights Europe, einer Veranstaltung aus dem Umfeld von Transporeon, ging es insbesondere darum, Verlader und Transportunternehmen zusammenzubringen.

Andreas beschreibt das Konzept als eine Art Logistik-Speed-Dating. Über eine App konnten sich Teilnehmer bereits im Vorfeld passende Gesprächspartner suchen und Treffen vereinbaren.

Das eigentliche Vortragsprogramm lieferte für ihn zwar weniger neue Erkenntnisse, dafür überzeugten Organisation, Atmosphäre und Networking-Möglichkeiten. Besonders bemerkenswert war die Offenheit der Teilnehmer, die gezielt nach neuen Kontakten und potenziellen Geschäftspartnern suchten.

io-Thementag: Wenn der DFB über Logistik spricht

Den Abschluss des Veranstaltungsmonats bildete der io-Thementag in Heidelberg.

Neben unterschiedlichen Fachvorträgen sorgte insbesondere ein Einblick in die Logistik des Deutschen Fußball-Bundes für Aufmerksamkeit. Denn auch ein Fußballverband benötigt funktionierende logistische Prozesse, um Mannschaften, Verantwortliche und Schiedsrichter rechtzeitig mit der passenden Ausstattung zu versorgen.

Ein weiteres Thema war der Wechsel des DFB-Ausrüsters von Adidas zu Nike.

Darüber hinaus bot die Veranstaltung auch Impulse außerhalb des klassischen Logistikgeschäfts. Die Keynote des ehemaligen Spitzenläufers Dieter Baumann beschäftigte sich unter anderem damit, neue Herausforderungen anzunehmen und mit Rückschlägen umzugehen.

Für Andreas war der September damit ein Monat voller Begegnungen, neuer Eindrücke und Perspektiven.

Währenddessen im Lager: Das Weihnachtsgeschäft wirft seine Schatten voraus

Bei Tobias sah der September etwas anders aus.

In der Handelslogistik beginnt die Vorbereitung auf Weihnachten bekanntlich deutlich früher als im heimischen Wohnzimmer. Insbesondere Importlager müssen rechtzeitig große Warenmengen aufnehmen, bevor diese für die umsatzstarken Wochen des Jahres weiterverteilt werden.

Singles‘ Day, Black Friday und Weihnachten sorgen für zusätzliche Anforderungen an Bestände, Kapazitäten und Transportprozesse.

Gleichzeitig lassen sich die alltäglichen Herausforderungen nicht einfach ausblenden. Schwankende Treibstoffpreise, niedrige Rheinpegel und politische Entwicklungen beeinflussen die Logistik teilweise unmittelbar.

Gerade der Rhein spielt für einen Logistikstandort wie Duisburg eine besondere Rolle. Sinkende Wasserstände können den Transport auf der Binnenwasserstraße erschweren und damit Auswirkungen auf nachgelagerte Prozesse haben.

Das alles führt zu einer grundsätzlichen Frage: Wie verlässlich lässt sich Logistik überhaupt noch planen?

Planung unter Unsicherheit: Warum Zusammenarbeit wichtiger wird

Ein besonders interessantes Gesprächsthema der Folge ist die Veränderung der Planungsbedingungen.

Früher reichte es in vielen Fällen, die Entwicklung von Lohnkosten, Energiepreisen und einigen zentralen Kennzahlen im Blick zu behalten. Heute können geopolitische Konflikte, politische Entscheidungen und regionale Störungen innerhalb kurzer Zeit grundlegende Annahmen verändern.

Das betrifft auch Preisverhandlungen zwischen Verladern und Logistikdienstleistern.

Ist es sinnvoll, einen Preis für zwölf Monate festzuschreiben, wenn sich wichtige Kostenbestandteile kaum vorhersagen lassen? Oder sind kürzere Vertragslaufzeiten und variable Preisbestandteile die bessere Lösung?

Andreas berichtet, dass sich die Zusammenarbeit zwischen Geschäftspartnern in diesem Punkt verändert hat. Statt ausschließlich über Preise zu verhandeln, versuchen beide Seiten häufiger, die jeweilige Situation des anderen zu verstehen.

Das bedeutet nicht, dass Interessenkonflikte verschwinden. Aber es schafft eine Grundlage, um gemeinsam mit Unsicherheiten umzugehen.

Die wichtigste Erkenntnis: Wer unter unsicheren Bedingungen zusammenarbeiten möchte, muss nicht nur über Preise, sondern auch über Risiken und Erwartungen sprechen.

Adventskalender: Ein überraschend gutes Beispiel für intelligente Logistik

Vom Jahresendgeschäft ist der Weg zum Adventskalender nicht besonders weit.

Dabei geht es längst nicht mehr ausschließlich um die klassische Schokolade hinter 24 Türchen. Unternehmen bieten heute Adventskalender mit Süßigkeiten, Gewürzen und unterschiedlichsten Produkten an, häufig zu deutlich höheren Verkaufspreisen.

Aus logistischer Sicht sind vor allem Vorbestellmodelle interessant.

Wenn Kunden bereits im September oder Oktober ihren Adventskalender bestellen, erhält das Unternehmen frühzeitig Informationen über die tatsächliche Nachfrage. Materialbeschaffung, Produktion und Versand lassen sich entsprechend vorbereiten.

Im Idealfall reduziert sich dadurch das Risiko, nach Beginn der Adventszeit auf größeren Restbeständen sitzenzubleiben.

Die Vorbestellung ist damit nicht nur ein Marketinginstrument, sondern auch ein Mittel zur besseren Bedarfsplanung.

Und weil Weihnachten im Handel immer früher beginnt, stellt sich für uns natürlich auch die Frage, ob es wieder einen Adventskalender vom Logistikpodcast geben wird. Eine Entscheidung ist noch nicht gefallen.

Herbst, HYROX und die Belohnung danach

Zum Schluss wird es traditionell persönlich.

Andreas freut sich nach einem warmen Sommer auf kühlere Temperaturen, die kommenden Feste und die kulinarischen Seiten des Herbstes. Zwischen Kirchweih, Sauerbraten und Cordon bleu könnte allerdings die Waage im Januar für weniger Begeisterung sorgen.

Tobias beschäftigt dagegen eine sportliche Herausforderung: die Teilnahme an einem HYROX-Wettkampf.

Dabei werden acht Laufkilometer mit acht funktionellen Trainingsstationen kombiniert. Besonders die abschließenden Wall Balls dürften nach den vorherigen Belastungen unangenehm werden.

Der Respekt vor dem Rennen wächst, die Vorfreude allerdings ebenfalls.

Und weil auch Sportler eine Belohnung brauchen, steht schon fest, was nach dem Wettkampf besonders verlockend wäre: ein ordentlicher Döner.

Fazit: Ein September zwischen Aufbruch und Alltag

Die neue Schnick-&-Schnack-Folge zeigt einmal mehr, wie unterschiedlich sich ein Monat erleben lässt.

Auf der einen Seite stehen neue Technologien, Veranstaltungen, Kontakte und Eindrücke aus der Transportbranche. Auf der anderen Seite geht es darum, operative Herausforderungen zu bewältigen und ein möglichst stabiles Fundament für die kommenden Monate zu schaffen.

Beides gehört zur Logistik.

Und zwischen E-LKW, Preisverhandlungen und Adventskalendern bleibt glücklicherweise auch noch Zeit für ein wenig Schnick & Schnack.

KI-Transparenzhinweis: Dieser Beitrag wurde unter Einsatz KI-gestützter Werkzeuge erstellt und redaktionell geprüft. Die inhaltliche Verantwortung liegt beim Logistikpodcast.

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