Logistiktrends 2027: Ihr entscheidet über unsere nächsten Podcastthemen
Welche Themen werden die Logistik im Jahr 2027 beschäftigen? Künstliche Intelligenz, Automatisierung, moderne Logistikimmobilien oder doch die Frage, wie Unternehmen ihre Lieferketten in unsicheren Zeiten besser planen können?
Eigentlich hatten wir für diese Podcastaufnahme etwas anderes geplant. Doch weil unser Gast kurzfristig nicht dabei sein konnte, haben wir die Gelegenheit genutzt, um über das kommende Podcastjahr zu sprechen.
Das Ergebnis: fünf Themenvorschläge, jede Menge Diskussionsstoff und eine Einladung an unsere Hörerinnen und Hörer, die Planung des Logistikpodcasts für 2027 aktiv mitzugestalten.
Rückblick auf 2026: KI, HR und Transport
Im Jahr 2026 haben wir erstmals verstärkt mit übergeordneten Themenschwerpunkten gearbeitet. Den Anfang machte künstliche Intelligenz in der Logistik. Anschließend haben wir uns intensiv mit HR-Themen beschäftigt und im letzten Jahresdrittel den Transport in den Mittelpunkt gestellt.
Dieser Ansatz hat sich für uns bewährt. Statt einzelne Themen nur punktuell zu behandeln, konnten wir verschiedene Perspektiven einnehmen und mehrere Gespräche zu einem gemeinsamen Schwerpunkt zusammenführen.
Daran möchten wir 2027 anknüpfen. Allerdings gibt es deutlich mehr interessante Themen als Zeit im Podcastkalender.
Deshalb stellen wir fünf mögliche Schwerpunkte zur Diskussion.
1. Logistikimmobilien: Mehr als vier Wände und ein Dach
Den ersten Vorschlag bringt Andreas mit: Logistikimmobilien.
Obwohl Immobilien eine grundlegende Voraussetzung für zahlreiche logistische Prozesse sind, haben wir uns im Podcast bislang vergleichsweise selten ausführlich damit beschäftigt.
Dabei reichen die Fragestellungen weit über die reine Lagerfläche hinaus.
Wie entwickelt man einen modernen Logistikstandort? Wann lohnt sich ein Neubau auf einer bisher unbebauten Fläche, also ein Greenfield-Projekt? Welche Chancen bieten bestehende Industrieflächen und Brownfield-Entwicklungen?
Auch die Frage nach der Mehrfachnutzung von Immobilien und der Anpassung bestehender Gebäude an neue logistische Anforderungen bietet viel Gesprächsstoff.
Hinzu kommen Baukosten, Flächenverfügbarkeit, Standortentscheidungen und die Baulogistik selbst.
Gerade bei langfristigen Investitionsentscheidungen kann die Immobilie maßgeblich bestimmen, welche Prozesse wirtschaftlich und technisch überhaupt realisierbar sind.
2. Künstliche Intelligenz: Wo entsteht tatsächlich Wertschöpfung?
Künstliche Intelligenz war bereits 2026 ein wichtiger Schwerpunkt. Trotzdem steht sie erneut auf unserer Vorschlagsliste.
Der Grund ist einfach: Die Entwicklung verläuft so schnell, dass selbst relativ aktuelle Gespräche innerhalb weniger Monate an Aktualität verlieren können.
Uns interessiert dabei weniger die nächste große Vision als vielmehr die praktische Anwendung.
Welche KI-Systeme unterstützen bereits heute Disponenten, Lagerpersonal oder andere operative Funktionen? Welche Aufgaben werden tatsächlich automatisiert? Und wie lässt sich der wirtschaftliche Nutzen einer KI-Anwendung bewerten?
Andreas bringt dabei eine wichtige Frage auf den Punkt: Nachdem so viel über KI gesprochen wurde, muss sich inzwischen zeigen, wo sie wirklich Wertschöpfung ermöglicht.
Für einen neuen Schwerpunkt möchten wir deshalb insbesondere Unternehmen und Praktiker einbeziehen, die konkrete Anwendungsfälle vorweisen können.
Nicht die theoretische Möglichkeit soll im Mittelpunkt stehen, sondern das, was im logistischen Alltag bereits funktioniert.
3. Forecasting und Planning: Wie plant man das Unplanbare?
Die vergangenen Jahre haben deutlich gemacht, wie schnell sich wirtschaftliche Rahmenbedingungen verändern können.
Geopolitische Konflikte, schwankende Energiepreise und Störungen internationaler Lieferketten erschweren die Planung erheblich.
Genau deshalb schlägt Andreas vor, Forecasting und Planning erneut genauer zu betrachten.
Wie gut lassen sich Warenströme und Bedarfe überhaupt vorhersagen? Welche Daten sind dafür notwendig? Und wie können Unternehmen ihre Prognosen systematisch überprüfen?
Interessant ist insbesondere die Frage, ob eine möglichst umfassende Datenbasis tatsächlich zu besseren Entscheidungen führt.
Zugleich könnten Simulationen und Szenarioplanungen wichtiger werden. Statt sich auf eine einzige Prognose zu verlassen, könnten Unternehmen unterschiedliche Entwicklungen vorbereiten und entsprechende Handlungsoptionen bereithalten.
Auch die Rolle künstlicher Intelligenz wirft Fragen auf. Denn wenn Prognosen zunehmend von komplexen Modellen erstellt werden, wird es unter Umständen schwieriger, ihre Ergebnisse nachzuvollziehen.
Für uns wäre deshalb besonders spannend, mit Experten darüber zu sprechen, wie moderne Planung in der Praxis funktioniert und an welchen Grenzen sie weiterhin scheitert.
4. Automatisierung: Welche Technik lohnt sich wirklich?
Automatisierung gehört seit vielen Jahren zu den zentralen Themen der Intralogistik.
Trotzdem arbeiten zahlreiche Lager- und Handelslogistikstandorte weiterhin mit einem hohen Anteil manueller Prozesse.
Das führt zu einer grundlegenden Frage: Wie viel zusätzliche Produktivität lässt sich mit klassischen Prozessverbesserungen überhaupt noch erzielen?
Irgendwann reichen kleine Optimierungen möglicherweise nicht mehr aus, um steigende Kosten auszugleichen oder die gewünschte Leistungsfähigkeit zu erreichen.
Dann wird Automatisierung interessant.
Dabei wollen wir uns nicht ausschließlich mit großen, vollständig automatisierten Logistikzentren beschäftigen. Auch kleinere Lösungen können sinnvoll sein, wenn sie für einen konkreten Anwendungsfall einen wirtschaftlichen Vorteil bieten.
Fahrerlose Transportsysteme, mobile Roboter und humanoide Systeme gehören ebenso zum Themenfeld wie die Frage nach Investitionskosten, Prozessstabilität und Skalierbarkeit.
Entscheidend ist für uns nicht, ob eine Technologie besonders beeindruckend aussieht.
Entscheidend ist, ob sie ein reales Problem löst und einen wirtschaftlich sinnvollen Beitrag leistet.
5. Seefracht und intermodale Verkehre: Welche Kombination ist die beste?
Der fünfte Vorschlag verbindet die Seefracht mit dem intermodalen Verkehr.
Im Mittelpunkt steht dabei die Kombination unterschiedlicher Verkehrsträger. Container und andere standardisierte Ladeeinheiten können über mehrere Transportwege bewegt werden, ohne dass die Ware selbst bei jedem Wechsel neu verladen werden muss.
Das klingt zunächst nach einer naheliegenden Lösung. In der Praxis stellt sich jedoch eine ganze Reihe wirtschaftlicher und organisatorischer Fragen.
Ab welcher Transportdistanz lohnt sich die Kombination aus LKW und Bahn? Welche Rolle spielen Umschlagterminals? Wie beeinflussen Dieselpreise und CO₂-Kosten die Wirtschaftlichkeit? Und weshalb ist der intermodale Verkehr trotz seiner bekannten Vorteile nicht auf allen Relationen gleichermaßen attraktiv?
Hinzu kommt die Verbindung zum internationalen Seeverkehr.
Container müssen nach ihrer Ankunft im Seehafen weiter ins Hinterland transportiert werden. Dafür sind leistungsfähige Verbindungen über Straße, Schiene und Binnenwasserstraßen erforderlich.
Auch geopolitische Entwicklungen könnten einen wichtigen Bestandteil dieses Schwerpunkts bilden. Internationale Handelskonflikte und Veränderungen globaler Warenströme wirken sich schließlich unmittelbar auf Verkehrsrelationen und Transportnetzwerke aus.
Welche Logistiktrends 2027 sind für euch besonders relevant?
Unsere fünf Vorschläge decken unterschiedliche Bereiche der Logistik ab.
Einige Themen beschäftigen sich vor allem mit der operativen Leistungsfähigkeit von Unternehmen. Andere betrachten die langfristige Planung, Investitionsentscheidungen oder internationale Transportnetzwerke.
Gemeinsam haben sie eine zentrale Frage: Wie muss sich die Logistik weiterentwickeln, um auch unter veränderten wirtschaftlichen und technologischen Rahmenbedingungen leistungsfähig zu bleiben?
Welche dieser Fragen wir 2027 ausführlicher behandeln, möchten wir nicht allein entscheiden.
Deshalb laden wir euch ein, an unserer Themenabstimmung teilzunehmen.
Jetzt abstimmen und den Logistikpodcast 2027 mitgestalten
Welche unserer fünf Ideen interessieren euch besonders? Gibt es einen Schwerpunkt, den wir unbedingt berücksichtigen sollten? Oder haben wir vielleicht ein wichtiges Thema vollständig übersehen?
Wir freuen uns über eure Stimmen, Kommentare und zusätzlichen Vorschläge.
Besonders interessant sind für uns auch konkrete Praxisbeispiele und Unternehmen, die bereit sind, ihre Erfahrungen im Podcast zu teilen.
Denn eines steht bereits fest: Auch 2027 möchten wir über Logistik nicht nur theoretisch sprechen, sondern möglichst nah an den Herausforderungen und Lösungen der Praxis bleiben.
Jetzt an unserer Themenumfrage teilnehmen und die Schwerpunkte für 2027 mitbestimmen.
Hinweis: Dieser Beitrag wurde unter Zuhilfenahme von KI erstellt und redaktionell bearbeitet.
