*Werbung: Diese Folge ist eine Unterstützerfolge in Kooperation mit io. Io ist ein international tätiges Beratungs- und Planungsunternehmen, das Unternehmen bei der Gestaltung und Optimierung von Produktion, Logistik, Architektur und digitalen Prozessen entlang der gesamten Wertschöpfungskette unterstützt.
Getränkelogistik gehört zu den anspruchsvollsten Disziplinen der Logistik – und doch wird sie oft unterschätzt. Gemeinsam mit unserem Unterstützer io und den Gästen Bernd Sonnenschein von der Paulaner Getränke und Servicegesellschaft sowie Christian Schindler von io werfen wir einen Blick hinter die Kulissen einer Branche, in der Saisonalität, Leergut, Großveranstaltungen und höchste Serviceanforderungen aufeinandertreffen.
Wir sprechen darüber, wie sich die Logistik rund um das Oktoberfest organisiert, warum Hitzewellen die gesamte Kapazitätsplanung verändern können und welche Rolle moderne Planung und Digitalisierung dabei spielen. Eine Folge mit spannenden Einblicken in eine Logistikwelt, die die meisten zwar täglich erleben – aber nur wenige wirklich kennen.
- Warum Getränkelogistik weit mehr ist als der Transport von Bierkisten
- Welche Herausforderungen Leergut, Saisonalität und Großveranstaltungen mit sich bringen
- Wie das Oktoberfest jedes Jahr logistisch geplant und versorgt wird
- Welche Rolle Digitalisierung und intelligente Kapazitätsplanung in der Getränkelogistik spielen
- Warum Erfahrung, Service und die letzte Meile entscheidend für den Erfolg sind
Unser Gespräch zeigt eindrucksvoll, wie komplex die Versorgung von Gastronomie, Großveranstaltungen und dem Oktoberfest tatsächlich ist. Gleichzeitig wird deutlich, welchen Beitrag moderne Logistikplanung und Digitalisierung leisten, um auch unter anspruchsvollsten Bedingungen zuverlässig liefern zu können.
Vielen Dank an unseren Unterstützer io sowie an Bernd Sonnenschein und Christian Schindler für die spannenden Einblicke in eine Logistik, die jeden Tag Millionen Menschen versorgt – oft, ohne dass sie es überhaupt bemerken.
Shownotes zur Episode „Getränkelogistik, Kapazitätsoptimierung und Oktoberfest“
Webseite der io-group
Link zu io-Thementag 2026
Bernd Sonnenschein auf LinkedIn von der Paulaner GSG
Christian Schindler auf LinkedIn
Buchtipp: Leo Reisinger – „Bavarese“
Community-Tipp: BVL
Getränkelogistik bei Paulaner: Wie Logistik das Oktoberfest überhaupt möglich macht
Wenn wir an Logistik denken, entstehen häufig Bilder von Hochregallagern, Paletten und automatisierten Förderanlagen. Doch kaum ein Bereich zeigt so eindrucksvoll, wie vielseitig Logistik sein kann, wie die Getränkelogistik. Besonders dann, wenn Millionen Menschen innerhalb weniger Wochen zuverlässig mit Getränken versorgt werden müssen.
In unserem Logistik Podcast durften wir gemeinsam mit unserem Unterstützer io hinter die Kulissen der Paulaner Getränke und Servicegesellschaft (PGSG) blicken. Zu Gast waren Bernd Sonnenschein, Geschäftsführer der PGSG, und Christian Schindler, Standortleiter München bei io. Gemeinsam haben sie gezeigt, warum Getränkelogistik deutlich komplexer ist, als viele vermuten – und weshalb das Oktoberfest jedes Jahr aufs Neue eine logistische Meisterleistung darstellt.
Getränkelogistik endet nicht an der Laderampe
Während in vielen Branchen die Aufgabe mit der Anlieferung endet, beginnt sie in der Gastronomie oft erst richtig.
Paulaner beliefert Restaurants, Biergärten, Hotels, Veranstaltungsstätten und Großevents in Südbayern. Das Besondere: Es geht nicht nur darum, Vollgut auszuliefern, sondern gleichzeitig Leergut wieder mitzunehmen. Hinzu kommt ein enorm breites Sortiment, das längst weit über Bier hinausgeht.
Neben den bekannten Marken gehören heute unter anderem Wasser, Limonaden, alkoholfreie Biere und zahlreiche Handelswaren zum täglichen Geschäft. Gerade Produkte wie Paulaner Spezi oder alkoholfreie Getränke gewinnen kontinuierlich an Bedeutung und verändern die Anforderungen an Lagerhaltung und Disposition.
Die Getränkelogistik muss deshalb permanent auf Nachfrageänderungen reagieren – sei es durch neue Konsumgewohnheiten oder schlicht durch das Wetter.
Wenn eine Hitzewelle die gesamte Planung verändert
Ein spannender Punkt aus unserem Gespräch war die enorme Volatilität des Geschäfts.
Eine einzige heiße Woche kann die Nachfrage nach Wasser oder Erfrischungsgetränken sprunghaft ansteigen lassen. Gleichzeitig müssen Großveranstaltungen, Fußballspiele oder Konzerte zuverlässig versorgt werden.
Die Herausforderung besteht darin, all diese Einflussfaktoren miteinander zu verbinden.
Kapazitätsplanung bedeutet hier nicht nur, ausreichend Getränke auf Lager zu haben. Es geht ebenso um verfügbare Fahrzeuge, Fahrer, Lagerflächen, Leergutströme und die optimale Tourenplanung.
Das Oktoberfest: Ein logistisches Großprojekt
Seinen Höhepunkt erreicht diese Komplexität jedes Jahr auf dem Münchner Oktoberfest.
Viele Besucher erleben lediglich die gefüllten Bierzelte. Dahinter verbirgt sich jedoch eine minutiös geplante Logistik, die bereits Monate vor dem ersten Fassanstich beginnt.
Schon Ende Juni startet der Aufbau der Wiesn. Parallel beginnen auch die logistischen Vorbereitungen. Zufahrten werden geplant, Lieferkonzepte abgestimmt und sämtliche Gegebenheiten vor Ort überprüft.
Denn jedes Jahr verändert sich die Festwiese.
Neue Wirte, umgebaute Zelte oder veränderte Anlieferzonen können dazu führen, dass bestehende Prozesse angepasst werden müssen.
Nachts gehört das Oktoberfest der Logistik
Eine Besonderheit ist der eigentliche Belieferungsprozess.
Die großen Festzelte werden in den Nachtstunden über Tankfahrzeuge mit Bier versorgt. Dafür existieren exakt definierte Zeitfenster und Zufahrtskonzepte, damit sich die Fahrzeuge möglichst ohne Staus auf dem Gelände bewegen können.
Kleinere Zelte, Kioske oder Verkaufsstände werden dagegen klassisch mit Fässern und Getränkekisten beliefert.
Auch hier gilt: Wer sein Zeitfenster verpasst, bekommt schnell Probleme. Die Logistik arbeitet buchstäblich gegen die Uhr.
Moderne Technik sorgt für frisches Bier
Auch auf dem Oktoberfest hat die Digitalisierung längst Einzug gehalten.
Früher wurden einzelne Tanks separat überwacht und nach Bedarf befüllt. Heute arbeiten viele Festzelte mit intelligenten Ringleitungssystemen. Die Füllstände können zentral überwacht werden, sodass exakt die Mengen nachgeliefert werden, die tatsächlich benötigt werden.
Das hat gleich mehrere Vorteile.
Zum einen bleibt das Bier möglichst frisch. Zum anderen werden unnötige Transporte vermieden und die Versorgung kann deutlich präziser gesteuert werden.
Selbst beim Fassanstich zählt jede Minute.
Ziel ist es, dass die Gäste möglichst schnell ihr erstes Maß Bier erhalten. Moderne Schanktechnik, optimierte Prozesse und eine perfekt abgestimmte Logistik sorgen dafür, dass komplette Festzelte innerhalb kürzester Zeit versorgt werden können.
Die letzte Meile ist oft Handarbeit
Während viele Logistikzentren hoch automatisiert arbeiten, sieht die Realität in der Gastronomie häufig ganz anders aus.
Nicht jede Gaststätte verfügt über eine Laderampe oder einen Lastenaufzug. Teilweise müssen Getränkekisten über enge Treppenhäuser oder Wendeltreppen in den Keller transportiert werden.
Genau diese Flexibilität macht die Getränkelogistik so besonders.
Die Fahrer liefern nicht einfach an – sie übernehmen einen Service, der weit über den eigentlichen Transport hinausgeht und für viele Gastronomen einen echten Mehrwert darstellt.
Warum Planung zum entscheidenden Erfolgsfaktor wird
Damit all diese Prozesse funktionieren, braucht es eine langfristige und fundierte Planung.
Genau hier kommt io ins Spiel.
Gemeinsam mit Paulaner analysierte das Beratungsteam die bestehenden Standortkapazitäten in München-Langwied. Ziel war es, zusätzliche Potenziale zu identifizieren, Lagerkapazitäten optimal auszunutzen und mögliche Automatisierungsansätze zu bewerten.
Gerade in einer Branche mit saisonalen Spitzen, steigender Sortimentsvielfalt und begrenzten Flächen entscheidet eine vorausschauende Kapazitätsplanung darüber, ob ein Standort auch künftig leistungsfähig bleibt.
Aus der Praxis für die Praxis: Der io-Thementag
Unser Gespräch endete mit einem Blick auf eine Veranstaltung, die hervorragend zu diesem Gedanken passt.
Seit vielen Jahren veranstaltet io seinen Thementag in Ladenburg. Das Konzept ist bewusst praxisorientiert: Unternehmen berichten offen über ihre eigenen Transformationsprojekte, Herausforderungen und Lösungen.
Statt theoretischer Vorträge stehen reale Erfahrungen aus Industrie, Produktion, IT und Logistik im Mittelpunkt.
Gerade dieser Austausch über Branchengrenzen hinweg macht den besonderen Wert der Veranstaltung aus. Denn viele Herausforderungen ähneln sich – unabhängig davon, ob Getränke, Automobilteile, Konsumgüter oder Pharmaprodukte bewegt werden.
Wer sich für moderne Logistik, Digitalisierung und erfolgreiche Transformationsprojekte interessiert, findet dort eine hervorragende Gelegenheit, neue Impulse mitzunehmen und gleichzeitig sein Netzwerk auszubauen.
Hier geht’s zur Anmeldung zum io-Thementag 2026
